
Danksagung
Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben.
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben.
Sie haben meinen Trotz geschürt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben.
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben.
Sie haben mich erwachsen werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben.
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Ich danke allen, die mich verwirrt haben.
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.
Vor allem aber danke ich all denen,
die mich lieben, so wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.
Paulo Coelho

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Der Engel und das kleine Kind
Ein kleines Kind von drei Jahren steht vor mir und
schaut mich mit großen traurigen Augen an.
In seinem Blick erkenne ich die große Sehnsucht
nach Liebe und Geborgenheit,
aber auch all seine Not und Schmerzen.
Zärtlich legen sich meine Hände um sein kleines
Gesicht, fest schmiegt es sich daran und genießt
diese liebevolle Berührung. Sein kurzes Leben war
gezeichnet von Hunger, Not, Elend und Schmerzen.
Liebe hat es nie erfahren.
Ach, liebes kleines Menschenkind, könnt ich dir doch helfen.
Ich möchte dir Liebe, Geborgenheit und Vertrauen in
die Menschen geben. Doch es ist zu spät für dich.
An Not, Kummer und grausamen Schmerzen ist dein
kleines, ach so liebebedürftiges Herz zerbrochen.
So nehme ich dich an deine kleine Hand. Vertrauensvoll und
wie schutzsuchend drängst du dich an meinen Körper.
Zusammen steigen wir die Himmelsleiter empor.
Dein zierliches, eben noch verweintes Gesicht, fängt an
sich zu erhellen, bei all der Pracht und Herrlichkeit,
die dich nun umgibt.
Alles hier besteht nur aus Ruhe, Harmonie und sehr viel Liebe.
Was dein kleines Herz auf Erden entbehren mußte, bekommst
du hier im Übermaß. Liebe und Zärtlichkeit umgeben dich von
allen Seiten, hier kannst du jetzt ausruhen von deinem kurzen
aber schweren Leben. Die Engel spielen auf einer Harfe und
singen dich mit ihren sanften Stimmen liebevoll in den Schlaf.
Ich kann nun gehen, denn mich brauchst du nicht mehr;
weiß dich in guten Händen und nehme leise Abschied von dir.
Ruhe sanft mein kleiner Schatz!
Copyright by Heidelind Matthews

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Das goldene Verpackungspapier
Vor einiger Zeit, hat ein Mann seine 5 Jahre alte Tochter
für das Vergeuden einer Rolle von kostspieligen Goldverpackungspapier bestraft.
Geld war knapp und er wurde wütend, als das Kind das ganze Goldpapier verbraucht hat,
um eine Schachtel zu verzieren und um sie unter den Weihnachtsbaum zu legen.
Dennoch brachte das kleine Mädchen am folgenden Morgen die Geschenksschachtel ihrem Vater und sagte:
"Das ist für dich, Papa."
Der Vater war verlegen, weil er am Vortag so überreagiert hatte.
Er öffnete die Geschenksschachtel und wurde wieder sehr zornig, als er sah,
dass diese leer war.
Wütend sagte er zu ihr:
Weißt du nicht, junge Dame, dass, wenn man jemand ein Geschenk gibt,
auch etwas in der Verpackung sein soll?
Das kleine Mädchen betrachtete ihn mit Tränen in den Augen und sagte:
"Papa, sie ist nicht leer, ich hab so viele Bussis hineingegeben, bis sie ganz voll war.
Der Vater war ganz zerknirscht.
Er fiel auf seine Knie und legte seine Arme um sein kleines Mädchen, und bat sie, ihm seinen unnötigen Zorn zu verzeihen.
Nur kurze Zeit später starb das kleine Mädchen bei einem Unfall.
Nach dem Tod seines kleinen Mädchens
behielt der Vater seinen ganzes Leben lang die Goldschachtel neben seinem Bett.
Immer wenn er durch schwierige Probleme entmutigt wurde,
öffnete er seine Goldschachtel und stellte sich vor,
einen Kuss von seinem kleinen Mädchen herauszunehmen
und erinnerte sich dabei an die Liebe des Kindes,
die es dort hineingegeben hatte.
Jeder von uns, hat so eine goldene Schachtel,
die gefüllt ist mit unbedingter Liebe
und Küssen von unseren Kindern, von Familie und von Freunden.
Das ist der kostbarste Besitz, den man haben kann.
Verfasser ist mir leider nicht bekannt
Eine nachdenkliche Geschichte ...
Andi schaute kurz noch einmal auf das Tachometer, bevor er langsamer wurde: 79 innerhalb einer Ortschaft. Das vierte Mal in 4 Monaten.
Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden? Als er sein Auto auf 10 km/h abbremste, fuhr Andi rechts ran.
Der Polizist, der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto aus. Mit
einem dicken Notizbuch in der Hand. Christian? Christian aus der Kirche? Andi sank tiefer in seinen Sitz.
Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle
erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Einen Typen, der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro.
"Hi Christian. Komisch, dass wir uns so wieder sehen!"
"Hallo Andi." Kein Lächeln.
"Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen."
"Ja, so ist das." Christian, der Polizist schien unsicher zu sein.
"Ich bin in den letzten Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, dass ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe." Andi war nervös und ungeduldig. " "Verstehst du, was ich meine ?"
"Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch, dass du soeben ein Gesetz
gebrochen hast."
Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern. "Bei
wie viel hast du mich erwischt?"
"Siebzig. Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen?"
"Ach Christian, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h
geschätzt!" Andi konnte mit jedem Strafzettel besser lügen.
"Bitte Andi, setz dich wieder in dein Auto."
Genervt quetschte Andi sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall und die Tür war zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Christian war fleißig am schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Christian nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen konnte.
Christian klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Andi
öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Christian gab ihm den Zettel durch. "Danke." Andi konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Christian setzte sich
wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Andi wartete und schaute
durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten?
Hej! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel.
Andi las:
"Lieber Andi, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre
alt war starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben. Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausendmal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausendmal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Andi. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Gruß Christian"
Andi drehte sich um und sah Christians Auto wegfahren. Er fuhr die
Straße wieder runter. Andi schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Erst ganze 15 Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest.
Verfasser leider unbekannt.
Das Leben ist sooooo wertvoll.
Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber.
Vergiss nie, Autos kann man wieder kaufen - so viele man will.
Menschenleben nicht !!!!!

Die drei Siebe der Wahrheit
Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
"Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund..."
"Halt ein" unterbrach ihn der Philosoph.
"Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe? Welche?" fragte der andere verwundert.
"Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit.
Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?" "Nein, ich hörte es erzählen, und..."
"Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft.
Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht wahr ist -
wenigstens gut?"
Der andere zögerte. "Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil....."
"Nun", unterbrach ihn Sokrates. "so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen
und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint." "Notwendig gerade nicht...."
"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit."
Autor unbekannt

Unbekanntes Schriftstück ...
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Vor über 300 Jahren ist in den USA ein Schriftstück gefunden worden. Es ist aktueller den je. Lehn Dich zurück und lass es auf Dich wirken, in dir wirken:
DESIDERATA
Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran, welcher Friede in der Stille sein mag.
Soweit wie möglich versuche mit allen Menschen auszukommen, ohne dich zu unterwerfen.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Dummen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.
Vermeide laute und aggressive Personen, sie sind eine Plage für die Seele. Wenn du dich mit anderen vergleichst, dann magst du eitel oder bitter werden, denn es gibt immer größere und geringere Menschen als du.
Freue dich über deine Erfolge und Pläne.
Nimm deine Arbeit ernst, aber bleibe bescheiden; es ist ein wirklicher Besitz in den wechselnden Geschicken des Lebens. Sei vorsichtig mit geschäftigen Dingen, denn die Welt ist voller Listen. Aber sei nicht blind für das Gute. Viele Menschen streben nach hohen Idealen und überall ist das Leben voller Größe.
Sei du selbst. Besonders heuchle keine Zärtlichkeit. Sei aber auch nicht zynisch in Bezug auf die Liebe. Denn angesichts aller Trockenheit und Entzauberung ist sie wiederkehrend wie das Gras.
Nimm gütig den Rat der Jahre an und lass mit Anmut die Dinge der Jugend hinter dir. Nähre die Stärke der Seele, um im plötzlichen Unglück nicht schutzlos zu sein. Aber beunruhige dich nicht mit Grübelein. Viele Ängste werden aus Erschöpfung und Einsamkeit geboren.
Abgesehen von einer gesunden Disziplin sei milde mit dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne; du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es dir klar ist oder nicht, kein Zweifel, das Universum entfaltet sich wie es soll.
Deshalb sei in Frieden mit Gott. Wie immer du ihn dir auch vorstellst und was immer deine Mühe und Ziele sein mögen in der lärmenden Verwirrtheit des Lebens, halte Frieden mit deiner Seele.
Mit all ihrem Schein, der Plagerei und den zerbrochenen Träumen ist es doch eine schöne Welt.
Sei achtsam und versuche glücklich zu werden.
Gefunden in der alten St.-Pauls-Kirche
Baltimore 1692
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