meinemutti

 

  Sie schläft ja nur 

Das Teuerste, was ich besessen,

ach, ganz verzweifelt gab ich`s her,

und heißer Schmerz durchzieht die Seele:

Ich habe keine Mutter mehr !

Ich rufe sie mit tausend Tränen

im tiefsten Traum der stillen Nacht;

doch ungestillt bleibt all`mein Sehnen.

Sie schläft nun still, die einst gewacht.

Die mich beschützt mit Lieb` und Treue

und mich geführt an zarter Hand,

die unermüdlich, stets aufs neue

viel Trost in jedem Kummer fand.

Oh, Mutter, Mutter, ruh`in Frieden !

Will schmücken still dein treues Grab.

Drauf laß ich tausend Blumen blühen,

weil ich so heiß geliebt dich hab`.

Der Sonne Gold umspielt den Hügel,

und Friede weht durch Wald und Flur.

Getragen wie auf Engels Flügel

kommt mir der Trost : Sie schläft ja nur !

© Wolfgang Walker

 

Meine geliebte Mutti.

Ich vermisse dich unsagbar und kann es gar nicht glauben,

daß wir uns niemals mehr umarmen, niemals mehr gemeinsam

etwas unternehmen können. Du fehlst mir !!!

Meine Gedanken werden dich im Himmel begleiten ..

so, wie sie auch Papa, Tobias und Oma begleiten werden.

Ihr seid bei den Engeln ...

... wartet auf mich ...

und eines Tages sehen wir uns alle wieder !!!

Darauf freut sich schon heute

eure euch liebende

Marion

 

 
Hoffnung

Begleitet vom Gleichklang
rhythmischen Glockengeläut's
wurden Hoffnungen zu Grabe
getragen…

Die große Hoffnung auf Heilung,
die sehnsüchtige Hoffnung auf ein paar Jahre,
die zarte Hoffnung auf ein paar Monate,
die stille Hoffnung auf ein paar Wochen,
die verzweifelte Hoffnung,
den nächsten Tag noch zu erleben.

Als du auf Heilung hofftest,
blieben dir noch ein paar Jahre.
Als du auf Jahre hofftest,
waren es nur noch Monate.
Als du auf Monate hofftest,
blieben nur noch wenige
Wochen.
Und als du dir noch ein paar
schöne Wochen wünschstest,
begannen deine letzten Tage in
diesem Leben.
Aus den Tagen wurden Stunden,
Minuten, Sekunden…

und so hat sich keine deiner Hoffnungen erfüllt.

Der Tod läßt nicht mit sich handeln,
aber er bewahrte dich davor,
noch schlimmeres Leid ertragen zu müssen.

Der Tod hat dich erlöst,
und ich bin dankbar dafür.

Annette Andersen

 

 



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