
Mariengedichte und Marienlieder

Gebet zur Gnadenmutter vom Lindenberg
Alles möcht`ich dir erzählen,
alle Sorgen die mich quälen,
alle Zweifel, alle Fragen
möcht`ich, Mutter, zu dir tragen.
Wege, die ich selbst nicht kenne,
liebe Namen, die ich nenne,
Schuld, die ich mir aufgeladen,
andern zugefügter Schaden,
Ärgernis, so ich gegeben,
all mein Wollen, all mein Streben,
mein Beraten, mein Verwalten,
mein Vergessen, mein Behalten,
mein Begehren, mein Verzichten
und mein Schweigen und mein Richten.
Alle kleinen Kleinigkeiten,
die so oft mir Müh`bereiten,
jedes Lassen, jede Tat,
Mutter, dir, vom guten Rat
leg`ich alles in die Hände
denn du führst es zum rechten Ende.
Amen

Maria zu lieben
Maria zu lieben, ist allzeit mein Sinn.
In Freuden und Leiden, ihr Diener ich bin.
Mein Herz, o Maria, brennt ewig zu dir
in Liebe und Freude, o himmlische Zier.
Maria, du milde, du süße Jungfrau !
Nimm auf meine Liebe, so wie ich vertrau.
Du bist ja die Mutter, dein Kind will ich sein,
im Leben und Sterben dir einzig allein.
Gib, daß ich von Herzen dich liebe und preis`,
gib, daß ich viel Zeichen der Liebe erweis.
Von dir mich nichts scheidet, nicht Unglück noch Leid,
dich lieb ich auf ewig, dich lieb ich allzeit.
Du Trost der Betrübten, zur Hilf`sei bereit.
Du Stärke der Schwachen, beschütz mich im Leid.
Wenn wider mich kämpfen Fleisch, Hölle und Welt,
sei du mir als Zuflucht zur Seite gestellt.

Aveglöckchen
Aveglöckchen läutet still,
Jungfrau alles grüßen will;
wo ein reines Herz ihr schlägt,
spricht es fromm und tiefbewegt:
Gegrüßet seist du, gegrüßet seist du,
gegrüßet seist du Maria.
Wo ein Röslein steht und glüht,
wo am Bach ein Blümlein blüht,
wo ein Reis und wo ein Zweig,
flüstert alles gleich :
Gegrüßet seist du, gegrüßet seist du,
gegrüßet seist du Maria.
Wo ein Brünnlein fließt so schnell,
wo ein Vöglein singt so hell,
bald ganz leise, bald ganz laut,
bald so innig, bald so traut :
Gegrüßet seist du, gegrüßet seist du,
gegrüßet seist du Maria.

Es blüht der Blumen eine
Es blüht der Blumen eine,
auf ewig grüner Au;
wie diese blühet keine,
soweit der Himmel blau.
Wenn ein Betrübter weinet,
getröstet wird sein Schmerz :
Wenn ihm die Blume scheinet
ins leidenvolle Herz.
Und wer vom Feind verwundet
zu Tode niedersinkt,
von ihrem Duft gesundet,
wenn er ihn gläubig trinkt.
Die Blume, die ich meine,
sie ist euch wohlbekannt :
Die fleckenlose reine,
Maria wird genannt.
Maria ist`s, die süße,
die Lilie auserwählt,
die ich von Herzen grüße,
die sich der Geist vermählt.
Maria ist`s, die reine,
die also lieblich blüht:
Daß in so lichtem Scheine
der Rosen keine blüht.

Herzlichen Dank liebe Erika, für das wunderschöne Marienbild. Es paßt herrlich auf diese Seite.
(klickt auf das Bild und ihr seid bei Erika.)
"Jungfrau, Mutter Gottes mein,
laß mich ganz Dein eigen sein.
Mutter, auf dich hoff' und baue ich;
Mutter, zu dir ruf' und seufze ich;
Mutter, du gütigste, steh' mir bei,
Mutter, du mächtigste, Schutz mir verleih.
Oh Mutter, so komm, hilf beten mir!
O Mutter, so komm, hilf streiten mir!
O Mutter, so komm, hilf leiden mir!
O Mutter, so komm und bleib bei mir!"