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Frau Elisabeth Kübler-Ross

lernte ich 1985 kennen. Wir zogen das Jahr davor nach Essen und ich schloß mich dort einer Gruppe der verwaisten Eltern an. Das Wissen, andere Eltern trauern auch, das Mitgefühl, der Austausch taten mir sehr gut. Nicht nur ich konnte über den Tod von Tobias reden, Mitleid erfahren - sondern ich erfuhr auch die Leidensgeschichte anderer Eltern, anderer Mütter und konnte mein Bedauern, mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Dieses "für andere Trauernde" da zu sein, war eine Bereicherung für mich - und bis heute eine sehr wertvolle Erfahrung.  Ich war dann auch auf einigen Seminaren in Hamburg bei der evang.Akademie. (Dort wurde der Verein "Verwaiste Eltern" gegründet !!!)  Diese Seminare wurden von Frau Dr.Voss-Eiser geleitet. Ihr verdanke ich vieles. Oft telefonierten wir damals, sie tröstete mich und gab ihre Erfahrungen an mich weiter. Sie war es auch, die mich auf die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross und ihre Bücher, Seminare und Workshops aufmerksam machte. 1985 also lernte ich Frau Elisabeth Kübler-Ross kennen. Es war ein Abend, ein Trauer-Seminar,  an dem sie von ihren Erfahrungen der Sterbe-Forschung berichtete. An diesem Abend speziell von den Erfahrungen mit Kindern. Es war ein sehr, sehr aufwühlender Abend für mich. Ich erfuhr, daß die meisten Kinder ein Zeichen setzen. Vor ihrem Tod !!!  Man muß es nur zu deuten wissen. Das Zeichen von Tobias war ja sein Kreuz, das er "in sich", in sein Strichmännchen, gemalt hatte. Nach dieser Veranstaltung hatte ich die Gelegenheit, persönlich mit Frau Kübler-Ross zu sprechen. Ich brachte meine Bewunderung für ihre Arbeit zum Ausdruck. Im Gespräch erzählte ich ihr die Geschichte des Kreuzes von Tobias. Sie schaute mich mit ihren ruhigen Augen an und sprach mit besänftigender Stimme zu mir -ich höre ihre Worte noch heute in meinen Ohren- ich versuche die Worte wiederzugeben:

"Ihr Tobias wußte um seinen nahen Tod und wollte sie trösten. Er hat ein Zeichen gesetzt -sein Wissen um diesen Tod- und er wollte ihnen vermitteln, daß er keine Angst vor seinem Sterben hatte. Er ist zurück gegangen, woher wir alle kommen, und eines Tages werden sie wieder beieinander sein. Der Tod ist nur ein Übergang von diesem Leben in eine andere Existenz, wo es keinen Schmerz und keine Angst mehr gibt."

Die Worte konnte ich nicht sofort begreifen. Zuhause schrieb ich sie nieder, damals waren sie ja noch ganz frisch. Sehr, sehr oft habe ich diese Worte gelesen. Nach der Trennung von meinem Mann, fand ich mein "Schatzkästchen der Erinnerungen", mit meinen Aufzeichnungen dieses Gespräches und anderer persönlicher Dinge aus dieser Zeit, nicht mehr. Ich war sehr traurig darüber!!!  Heute weiß ich, alles was wichtig ist, trägt man im Herzen mit sich. Von dort kann es keiner wegnehmen, dort bleibt es für alle Zeiten. Und dort bleiben die Dinge, die wichtig sind. Eines Tages sind andere Dinge wichtiger und Erinnerungen verblassen. Aber, jederzeit kann man diese Erinnerungen wieder aktivieren.

Nach dem Tod von Tobias unternahm ich im Nov.1983 und im Mai 1984 einen Suizid-Versuch. Ich wollte bei meinem Tobias sein. Gott sei Dank schlugen beide Versuche fehl. Aber: Ich befasste mich sehr intensiv mit dem Tod - setzte mich mit ihm auseinander, wie man sich halt mit ihm auseinandersetzen kann. Ich habe viele Gespräche geführt, mit Pfarrern, Ärzten,Therapeuten und Therapeutinnen. Habe "Therapien" gemacht und viele Bücher über den Tod gelesen. Die meisten von Frau Kübler-Ross.

Sie hat eine sehr beeindruckende Art mit dem Tod umzugehen. Ihre Bücher nehmen die Angst vor dem Tode und lassen das Leben lebenswerter erscheinen. Ihre Erfahrungen gibt sie reichlich und gerne weiter und wir Lesenden haben das Gefühl, "Ja, genauso muß es sein !!!" Wenn eine Frau über viele Jahrzehnte hinweg soooooo reichlich Erfahrungen sammeln konnte, viele Bücher geschrieben hat, Workshops gehalten hat und Seminare geleitet hat, dann muß etwas daran sein !!! Gerne gebe ich hier meine Bücher bekannt, die ich von Frau Kübler-Ross gelesen habe, die in meinem Besitz sind. Jedem, wirklich Jedem, der sich mit dem Tod beschäftigt, kann ich diese Bücher empfehlen. Sie sind eine Bereicherung!!!

 

Kinder und Tod                                          Knaur-Verlag München

Der Tod des eigenen Kindes gehört zu den schrecklichsten Ereignissen im Leben eines Menschen. In diesem Buch beschreibt die Autorin, auf sehr einfühlsame Weise, was Tod für Kinder bedeutet, welche Stadien todkranke Kinder durchlaufen, welche Zeichen sie setzen können und wie sie mit ihrem eigenen Tode umgehen.

 

Interviews mit Sterbenden                       Kreuz-Verlag Stuttgart

In diesem Buch beschreibt sie die Gespräche mit Sterbenden. Es ist ein beeindruckendes Dokument über Ängste, Sorgen und Hoffnungen Sterbender. Zugleich macht es Mut, Kranken und Sterbenden nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie aufzusuchen um ihnen die letzte Zeit ihres Lebens zu helfen, für sie dazusein und sie zu begleiten.

 

Befreiung aus der Angst                           GTB-Sachbuch Gütersloh

In diesem Buch nimmt die Autorin Menschen die Angst und die Schuldgefühle, die sich in der Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod ergeben. Anhand von vielen Beispielen zeigt sie ihre Arbeit, erklärt Verlauf und Sinn der Workshops und lädt den Leser ein, ihr auf ihrer Entdeckungsreise in ein von Angst befreites und sinnvolles Dasein zu folgen.

 

Reif werden zum Tode                              GTB Sachbuch Gütersloh

E.Kübler-Ross zeigt in diesem Band gemeinsam mit Menschen, die nur noch eine begrenzte Zeit zu leben haben: Der Tod muß nicht Katastrophe, sondern kann Gewinn sein, weil er lehrt, den Sinn des Lebens zu verstehen. Sofern wir uns über die Stufen des Verleugnens, des Zorns und der Verzweiflung zur Einwilligung führen lassen.

 

Leben bis wir Abschied nehmen              GTB Sachbuch Gütersloh

Die Autorin gibt so konkret wie noch nie zuvor Einblicke in ihre therapeutische Arbeit mit Sterbenden. Dazu kommen persönliche Außerungen von Sterbenden und Todkranken - und meisterhafte Fotos der Menschen, die uns zu einer positiven Einstellung zu Sterben und Tod verhelfen können.

 

AIDS                                                          GTB Sachbuch Gütersloh

Ein couragiertes Buch von E.Kübler-Ross, die in der bedrohlichsten Krankheit unserer Zeit die Botschaft zum Leben und Lieben entdeckt : Ein Appell an die Gesellschaft für eine menschenwürdige Pflege - und Sterbebegleitung Aidskranker.

 

Erfülltes Leben - würdiges Sterben            GTB Sachbuch Gütersloh

Habe ich erfüllt gelebt, dann kann ich würdig sterben. Wenn der Tod auf selbstverständliche Weise das Leben begleitet, dann verliert er seine Schrecken und bietet im Gegenteil die Chance, sich die Fragen nach einem würdigen, erfüllten und selbstverantwortlichen Leben beizeiten zu stellen.

 

Warum wir hier sind                                 Silberschnur, Güllesheim

Warum sind wir Menschen hier ? Warum müssen wir immer wieder inkarnieren ? Warum vergessen wir eigentlich, woher wir gekommen sind ? Was sollen wir in dieser Erdenschule lernen ? Was können wir aus einer Partnerschaft lernen ? Wie kann man mit dem Jenseits in Kontakt kommen ? Wie bereiten wir uns auf ein neues Erdenleben vor ? Hat denn alles, was uns wiederfährt, einen Sinn ? Diese und viele weitere interessante Fragen beantwortet Frau Kübler-Ross. Ihr Sohn Ken Ross liefert sehr beeindruckende Fotos hierzu.

 

Liebe Besucher meiner HP.

Gerne beantworte ich alle Fragen, die mit dem Tod, mit den Erfahrungen damit und mit Suizid und seinen (positiven) Folgen zusammenhängen.

Der Tod von Frau Elisabeth Kübler-Ross ging mir sehr nah - da die Begegnung mit ihr eine meiner schönsten  Erfahrungen war.  Sie hat mir viel Wichtiges auf meinen Lebensweg mitgegeben. Ich werde sie niemals vergessen und sie immer und ewig in dankbarer Erinnerung behalten !!!

 



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